Vereinsreise nach Broc-auf den Spuren des XocolatlFotoalbum
Bei schönstem Wetter besammelten sich 44 Frauen beim Gemeindeparkplatz. Mit dem Car von Ruedi Eberhard ging es ohne Halt bis nach Broc zur Schoggifabrik Caillier. Schon auf dem Weg zum Maison Cailler umfing uns das unverkennbar bittersüsse Aroma der Schokolade. Da wir so eine grosse Schar waren, wurden wir für die Cailler-Show „Il était une fois“ in zwei Gruppen aufgeteilt.
In neun Sälen mit aufregenden Dekorationen präsentierten sich in ebenso vielen Szenen die Hauptakteure: die Schokolade und Cailler. Eine kurze Fahrt mit dem Lift versetzte uns ins 15. Jahrhundert an den Hof eines Aztekentempels im alten Mexiko. Dort erfuhren wir, dass die Kakaobohnen in dieser alten Zivilisation Geld und Opfergabe für die Götter waren und dass das erste bekannte Schokoladengetränk, Xocolatl, den Kriegern vor der Schlacht als Stärkungstrunk diente.
Von einem Erzähler durch eine spektakuläre Landschaft aus Kulissen, Licht- und Soundeffekten geleitet, fanden wir uns schliesslich an Deck der schwankenden Galeone von Cortez dem Conquistador, der im 16. Jahrhundert nach Spanien zurückkehrte, die Laderäume gefüllt mit den in Europa noch unbekannten Kakaobohnen. Dann ging es in wenigen Schritten erst an den spanischen Hof, dann in die Boudoirs von Versailles, wo die Schokolade zum Lieblingsgetränk der Könige wurde. Abwechselnd als Aphrodisiakum geschätzt oder als Teufelsgebräu geschmäht, blieb die Schokolade teuer und nur den Begüterten zugänglich. Weiter ging die Reise an der Seite von François-Louis Cailler, dem Gründer der Marke, der die kostbare Schokolade in der Schweiz einführte und zu einer Süssigkeit für Jedermann machte.
Nach dieser Audiovisuellen Führung konnte man die
gluschtigen Schoggis und Pralines probieren. Aber aufgepasst, dass man
nicht zuviel naschte, sei es damit einem nicht schlecht wurde oder auch
wegen dem „Hüftgold“. Im Fabrikladen deckten wir uns dann reichlich mit
den feinen Pralines und Schoggis ein.
Nun war es auch schon Mittagszeit und weiter ging es
mit dem Car ins mittelalterliche Städtchen Gruyères. Im Hotel de Ville
wartete schon das Mittagessen mit Dessert auf uns.
Frisch gestärkt,
konnten wir danach das schöne Städtchen besichtigen. Einige zog es ins
Museum von HR Giger, andere ins Schlossmuseum mit dem wunderschönen
Schlossgarten. Vom Schloss aus hatte man eine prächtige Aussicht über
das schöne Greyerzerland. Leider war der Aufenthalt fast zu kurz um
alles zu bestaunen, denn es war Zeit den Heimweg anzutreten.
Doch ein
letzter Kaffeehalt durfte nicht fehlen. Unser Chauffeur machte einen
Zwischenhalt beim Flughafen Grenchen. Nochmals genossen wir die Sonne
bei Kaffee, Glace usw. auf der Terrasse des Hotels Airport. Jetzt war es
nur noch ein Katzensprung bis nach Hause. Und die, die noch nicht genug
getrunken und gegessen hatten, liessen den Tag in der Unteren Säge
ausklingen.
Reise ins Schaffhauserland
31 optimistische Frauen und 1 Mann stiegen am Morgen des 4. Mais in den wartenden Car. Trotz grauem Himmel und schweren Regenwolken war bald eine muntere Stimmung, als die Fahrt nach Zürich (mit Stau) begann und nach einem Kaffeehalt in Humlikon Richtung Schaffhausen fortgesetzt wurde. Bald war Neuhausen und der Rheinfall erreicht und den einstündigen Aufenthalt nutzten die Frauen, um einen Teil des Rundweges rund um den Rheinfall zu erkunden, der viel Wasser führte und seine gischenden Wassermassen in immer anderen Perspektiven zeigte. Der Wettergott hatte auch ein Einsehen und behielt den Regen zurück.
Nach diesem Naturschauspiel ging es durchs
Schaffhauserland und den Klettgau viel zu schnell nach Buchberg, wo das
Mittagessen auf die Schar wartete. Das allen mundende Essen, serviert im
schön renovierten alten Säli des Restaurants Sternen, stärkte. Um einer
eventuellen Schläfrigkeit vor- zubeugen, fuhr der Chauffeur bald darauf
nur ein paar 100 m weiter zum Café Rebe, in dessen Unter- geschoss ein
Puppenmuseum untergebracht ist. Nun muss man wissen, dass die Besitzerin
ihr Leben lang Puppen und Zubehör gesammelt und sie dicht an dicht
hinter Glas zu Hunderten platziert hat. Alle Arten und Grössen von
Puppen in teilweise wunderschönen Kleidchen konnten bewundert werden. Es
gab aber auch Puppen von der Puppen- künstlerin Heidi Ott zu kaufen. Da
schlossen doch einige Frauen diese lieblichen Puppenkinder so ins Herz,
dass sie nun in Vordemwald ein neues Zuhause haben. Nicht nur die Puppen
waren niedlich anzusehen, sondern auch die hübschen Schühchen samt
Söckchen, Kleidchen und Mützchen.
Auf der Weiterfahrt fing es an zu
regnen, weshalb niemand so richtig Lust verspürte, das Städtchen
Kaiserstuhl zu besichtigen. Daher fuhr der Chauffeur durch das
beeindruckende, hügelige Zurzibiet, vorbei an einzelnen Rebhängen und
Ortschaften mit hübschen Fachwerkhäusern. Ein Halt zur Stärkung
unterbrach die Rückfahrt durch die schlösserreiche Landschaft um
Brunegg, Lenzburg und Windisch. Um 18.30 Uhr war die Schar wieder am
Ausgangspunkt angekommen. Das gesellige Beisammensein, viel
Fröhlichkeit, gute Carfahrt und feine Gastronomie machten diesen Tag zu
einer bleibenden Erinnerung.